Apps für eine gesunde Ernährung
Ernährung und Bewegung im digitalen Zeitalter

Die Besucher probieren die Apps aus.

© Monika Konnert

Wer wissen möchte, ob er heute schon genügend oder das für ihn Richtige gegessen hat, kann dies mit der App "Was ich esse" tun. Und wer regionale Produkte in seiner Nähe kaufen möchte, braucht die "Regio-App". Wer einen kleinen, unauffälligen Schrittzähler an seinem Arm anbringt, wird hoffentlich staunen, wie viel er sich an einem Tag bewegt. Mit der Virtual Reality-Brille kann er auch gleich sehen, wie sich sein Körper positiv verändert, wenn er dies regelmäßig tut.

All dies konnte man im Juli 2019 bei der Veranstaltung "Richtig gut essen - digital ist real" des Amtes für Landwirtschaft und Ernährung (AELF) Traunstein erfahren. Dort drehte sich alles um das Thema Digitalisierung im Ernährungs- und Bewegungsbereich.
Irmgard Hofbeck und Johanna Renoth, Ansprechpartnerinnen für Ernährung am AELF, standen den Besuchern für Erklärungen und Fragen zur Verfügung.
Apps bildeten Schwerpunkt
Von der inzwischen fast unüberschaubaren Menge an Apps für mobile Endgeräte wurde eine kleine Auswahl vorgestellt, die sich auf eine gesunde und regionale Ernährung bezieht und die man aus dem App-Store kostenlos herunterladen kann.

Vier davon, darunter auch die bereits erwähnte Regio-App konnte man auf Tablets ausprobieren.

  • "Was ich esse" analysiert, was und wie viel man an einem Tag verzehrt hat und vergleicht dies mit den Empfehlungen für eine gesunde Ernährung in der sogenannten Ernährungspyramide.
  • Die App "Zu gut für die Tonne" bietet Rezepte und Tipps zur optimalen Resteverwertung sowie Daten zur Haltbarkeit und Lagerung von Lebensmitteln.
  • Die App-Trilogie "APP3" hilft bei der richtigen Ernährung während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und im Kleinkindalter.
Zeitreise
In einem kurzen Film wurde gezeigt, wie sich unsere Einkaufswelt über die Jahrzehnte verändert hat. Inzwischen hat die digitale Welt auch im Lebensmittelhandel Einzug gehalten. Robotersysteme in Logistik und Verkauf, digitale Kassen, kontakt- und bargeldloses bezahlen, online einkaufen sind Realität. Der neueste Trend aus China heißt "smile and pay" das heißt "Lächeln und zahlen". Ein Lächeln für den Gesichtsscanner ersetzt die Kasse.
Und die Zukunft? Drohnen werden bald die im Internet bestellten Waren nach Hause liefern. Im Supermarkt wird jeder Besucher am Eingang elektronisch erfasst und das Geld für die Waren dann irgendwann von seinem Konto abgebucht. Verrückte Welt? Nein, zunehmend Realität. Der Trend, so Irmgard Hofbeck, gehe in Richtung Individualisierung, Optimierung, Beschleunigung. Allerdings sollte sich jeder gut überlegen, was er für sich selber will und wie viel er der "digitalen Welt" von sich preisgeben möchte. Denn mit jedem Lächeln in eine "Zahlkamera" und jeder elektronischen Erfassung im Supermarkt werde der Käufer für das Internet durchsichtiger.
Fazit
Die Veranstaltung führte den Besuchern vor Augen, wie schnell und grundlegend sich in unserem digitalen Zeitalter Ess- und Lebensgewohnheiten ändern. Vieles davon kann für einen gesünderen Lebensstil mit mehr Genuss und Entspannung genutzt werden. Einiges hat aber auch nachdenklich gemacht.
Text und Bild: Monika Konnert