Zirbe ist der Verkaufsschlager
Südostbayern Submission 2019: Die Ergebnisse

Vier Männer neben dicken Baumstämmen

Das Veranstaltungsteam vor der Braut

Am Freitag, den 15. Februar 2019 fand die diesjährige Versteigerung von Wertholz Südostbayerns statt.

Die Veranstalter konnten sich über einen sehr gut bestückten Submissionsplatz in Waging am See freuen. Mit über 500 Stämmen und einer Gesamtmenge von 485 Festmetern lag das Angebot an hochwertigem Laub- und Nadelholz fünfzig Prozent über dem langjährigen Mittel.
Die Südostbayern Submission ist ein Gemeinschaftsprojekt. Beteiligt sind der Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR, die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden sowie das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein.

Die Mengensteigerung war eine Gemeinschaftsleistung der privaten und staatlichen Lieferbetriebe

Der Forstbetrieb Ruhpolding war mit 128 Festmetern größter Anbieter.
Darüber hinaus beteiligten sich die Waldbesitzervereinigungen Laufen-Berchtesgaden, Altötting-Burghausen, Wasserburg-Haag, Traunstein, Pfarrkirchen, Mühldorf, Erding sowie die Stadt Traunstein.
Außerdem stellten die staatlichen Forstbetriebe Berchtesgaden, Schliersee, St. Martin (Bayerische Saalforste), Wasserburg und Freising eine beachtliche Menge an ausgesuchten Stämmen für die Submission bereit.
Es wurden von 31 Kunden Gebote abgegeben.

Der teuerste Stamm, die so genannte „Braut“, war eine Eiche

Das Prachtexemplar mit einem Durchmesser von 87 Zentimetern und einer Länge von 5,30 Metern wurde von einem privaten Waldbesitzer aus der WBV Traunstein bereitgestellt. Beí einem Gesamtvolumen von 3,15 Festmeter erzielte die Braut einen Preis von 824 Euro pro Festmeter. Der Erlös für den Stamm lag damit bei 2.595 Euro.
Den Zuschlag erhielt ein Furnierhersteller aus dem Spessart. Die Eiche wird dort im Messerfurnierverfahren in feine Schichten geschnitten und als Furnier weiterverkauft.
Eichenholz erfreut sich nach wie vor einer großen Nachfrage und ist seit Jahren die mit Abstand bedeutendste Baumart auf der Südostbayern-Submission.
Mit einer gesteigerten Angebotsmenge von 157 Festmeter konnte sie heuer ihre Stellung als „Zugpferd“ weiter ausbauen. Gegenüber dem Vorjahr wurde sie allerdings deutlich geringer bewertet. Ihr Durchschnittspreis fiel von 524 Euro pro Festmeter auf 408 Euro pro Festmeter.

Ahorn - Esche - Ulme

Der Bergahorn blieb auf Vorjahresniveu. Der Durchschnittspreis lag bei 346 Euro pro Festmeter (Vorjahr 349 Euro pro Festmeter). Die angebotene Menge reduzierte sich von 45 Festmeter im Vorjahr auf 32 Festmeter.
Trotz des Eschentriebsterbens blieb der Preis der Esche relativ stabil. Erlöste sie bei der letztjährigen Submission noch 188 Euro pro Festmeter, brachte es die Esche heuer immerhin noch auf 162 Euro pro Festmeter. Die angebotene Menge erhöhte sich von 29 auf stolze 50 Festmeter.
Während die Ulme in den Vorjahren noch reißenden Absatz fand, war das Interesse am diesjährigen Angebot verhalten. Nur enttäuschende 60 % fanden einen Käufer, der Durchschnittspreis fiel markant von 473 auf 373 Euro pro Festmeter.

Lärche - Tanne - Fichte

Das Nadelwertholz zeigte einen Trend nach oben. Die Lärche stach dabei besonders heraus: Ihre angebotene Menge erhöhte sich um satte 40 Prozent und der Durchschnittspreis je Festmeter ging mit 253 Euro pro Festmeter ebenfalls deutlich nach oben (Vorjahr 223 Euro pro Festmeter).
Eine ähnlich positive Entwicklung erfuhr die Tanne. Eine erhöhte Angebotsmenge von 47 Festmetern gegenüber dem Vorjahr (29 Festmeter) ging erfreulicherweise mit einem höheren Preis von 182 Euro pro Festmeter (Vorjahr 170 Euro pro Festmeter) einher.
Die Fichte blieb stabil. Ihr Durchschnittspreis sank nur leicht von 203 auf 197 Euro pro Festmeter.

Zirbe - Ein wahrer Verkaufsschlager

Ihr sehr aromatisch duftendes Holz ist vor allem als Möbel- und Schnitzholz heiß begehrt. Der Forstbetrieb Sankt Martin der Bayerischen Saalforsten lieferte die seltene Ware, die ein Sturm in den Hochlagen des Betriebs entwurzelt hatte.
Der Durchschnittspreis der 27 Festmeter lag bei beachtlichen 443 Euro pro Festmeter, das Höchstgebot sogar bei sensationellen 940 Euro pro Festmeter.

Die Raritäten

Linde, Scheinzypresse, Kirsche, Vogelbeere und Birne wurden wieder in geringem Umfang angeboten und fanden ihre Käufer. Bemerkenswert ist das Ergebnis eines schwachen Eibenstammes, der den höchsten Festmeter-Preis mit 1.370 Euro erzielte.

Gesamtergebnis

Das Durchschnittsergebnis über alle Baumarten von 320 Euro pro Festmeter lag unter dem des Vorjahres (373 Euro pro Festmeter).
Die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden, da dank der großen Angebotsmenge der Gesamtumsatz auf über 150.000 Euro gesteigert werden konnte.